

Prostata
Vorsorge bei Prostatakrebs und Planung einer Biopsie
Etwa jeder achte Mann erkrankt im Laufe seines Lebens an einem Prostatakarzinom.
Die MRT der Prostata ermöglicht eine genauere Beurteilung als eine Ultraschalluntersuchung. Vor einer geplanten Prostatabiopsie sollte daher eine Prostata-MRT durchgeführt werden.
Doppelbefundung nach dem Vier-Augen-Prinzip
Jede Prostata-MRT wird bei uns von zwei Fachärzten beurteilt. Die Doppelbefundung erhöht die diagnostische Sicherheit und ermöglicht eine besonders sorgfältige Einschätzung der Aufnahmen.
ÖRG-Quality-Assurance für Prostata-MRT
für Prim. Univ.-Doz. Dr. Till Bader, MSc
ÖRG-Quality-Assurance für Prostata-MRT
und
DRG-Q2-Zertifizierung Prostata
für Dr. Stefan Penzkofer
Klinisch relevante Prostatakarzinome erkennen
Die Prostata-MRT dient insbesondere dazu, jene Tumoren zu erkennen, die behandlungsbedürftig sind. Diese werden als klinisch signifikante Prostatakarzinome bezeichnet.
Bei der Erkennung solcher Tumoren weist die MRT eine höhere Sensitivität und Genauigkeit als eine systematische Biopsie auf. Durch eine vorgeschaltete Prostata-MRT können bis zu 27 Prozent jener Biopsien vermieden werden, die sich nachträglich als nicht erforderlich erwiesen hätten.




Nicht jede PSA-Erhöhung bedeutet “Prostatakarzinom”.
Prostatitis (Entzündung) und benigne Prostatahyperplasie (BPH) können mit MRT vom Prostatakarzinom unterschieden werden:




Multiparametrische MRT der Prostata
Bei der multiparametrischen Prostata-MRT werden mehrere unterschiedliche MRT-Sequenzen miteinander kombiniert. Dadurch können verdächtige Veränderungen im Prostatagewebe erkannt und genauer beurteilt werden.
Nicht jeder erhöhte PSA-Wert ist automatisch ein Hinweis auf Prostatakrebs. Auch eine Entzündung der Prostata, eine sogenannte Prostatitis, oder eine gutartige Prostatavergrößerung, die benigne Prostatahyperplasie beziehungsweise BPH, können zu einer Erhöhung des PSA-Wertes führen.
Mithilfe der MRT lassen sich diese Veränderungen häufig von einem Prostatakarzinom unterscheiden.
Erfahren Sie mehr über Prostatakrebs, den PSA-Wert sowie aktuelle wissenschaftliche Publikationen und Leitlinien.
Untersuchung am 3-Tesla-MRT
Die MRT der Prostata ist eine schmerzfreie Untersuchung. Sie wird an unserem 3-Tesla-MRT-Gerät Magnetom Vida durchgeführt, das eine besonders hohe Bildqualität ermöglicht.
Die MRT-Aufnahmen werden so erstellt und aufbereitet, dass sie für eine mögliche Fusionsbiopsie verwendet werden können. Dabei werden die MRT-Bilder mit einer ultraschallgezielten Biopsie kombiniert, um auffällige Bereiche präzise ansteuern zu können.
Verdächtige Veränderungen werden entsprechend dem international etablierten PI-RADS-System klassifiziert. Zusätzlich markieren wir die auffälligen Bereiche auf den Bildern und dokumentieren sie im schriftlichen Befund.
